21
Okt
Stichwörter:

Abgesehen von der „Mauer“ symbolisiert die Glienicker Brücke zwischen Potsdam und Berlin sowohl die Teilung der Bundesrepublik als auch deren Wiedervereinigung wie kein anderes Bauwerk. Doch auch an diesem Memorial von exzeptionellem Wert für das Verständnis der Geschichte Deutschlands hinterlässt die Zeit Spuren und Instandsetzungsmaßnahmen sind nötig, um das Baudenkmal zu erhalten.

Ursprung der „Agentenbrücke“

Die Glienicker Brücke hat ihre geschichtlichen Wurzeln im 17. Jahrhundert und wurde als kleine Holzbrücke konzipiert. Nach der Freigabe für die Öffentlichkeit 1777 – bis dahin war die Nutzung explizit dem Adel vorbehalten – ist die Brücke mit Geländern gesichert und 426638_web_R_by_berwis_pixelio.desaniert worden. Erst circa 60 Jahre später erfolgte die Umgestaltung zu einer Steinbrücke und 1906 wurde die heutige Konstruktion aus Stahlträgern erschaffen. Seit diesem Zeitpunkt diente der Übergang der Havel als eminenter Verkehrsknotenpunkt im Ballungsgebiet Potsdam und Berlin. Im Zuge der Zerstörung der Glienicker Brücke im Zweiten Weltkrieg begann nach dessen Beendigung der sofortige Wiederaufbauprozess. Skurrile Berühmtheit erlangte die Brücke 1949, als eine weiße Markierung die Grenze zwischen Ost und West sinnbildlich darstellte. Die unrühmliche Manifestation des Kalten Krieges fand ihren Höhepunkt in der Sperrung der Brücke für die zivile Bevölkerung ab 1953. In der Folge wurden 3 spektakuläre Austausche von Agenten auf dem Bauwerk vollzogen, woher auch der Beiname „Agentenbrücke“ stammt. Seit 1989 gilt die Glienicker Brücke als „Brücke der Einheit“ und akzentuiert die territoriale sowie emotionale Verbundenheit der Deutschen.

Antagonismus: UNESCO-Welterbe und drohender Verfall

Ein Jahr nach dem Mauerfall wurde die Glienicker Brücke samt Kolonnaden als Denkmalschutzensemble dekoriert und zur UNESCO-Welterbestätte erklärt. Gerade der Säulengang ist über die Jahre den Umwelteinflüssen zum Opfer gefallen und eine Restauration war obligatorisch. Durch Spenden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und das Engagement in Zusammenarbeit mit der Stadt Potsdam kam es im August 2012 zu den ersten Instandhaltungsmaßnahmen am Pylonen auf der Nordseite der Brücke. Der witterungsbeständige Sandstein hielt gegen die sukzessiv wirkenden Natureinflüsse stand, jedoch entstanden Korrosionsschäden an den im Stein verbauten metallischen Verbindungsstiften. Die Stabilität der Kolonnaden ist durch Steinsprengungen sowie Rissbildungen in Gefahr und die Sicherheit für die frequentierenden Passanten kann nicht mehr gewährleistet werden. Die ersten Teilabschnitte des Großprojekts Restaurierung der Glienicker Brücke sind vollzogen, die Sanierung der großen Säulenreihen steht noch aus.

Die Glienicker Brücke als geschichtliches Mahnmal der Teilung Deutschlands und als Symbol der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ist ein formidables Denkmal von höchster Relevanz für die Historie der Bundesrepublik. Die Restaurierung des Memorials ist von oberster Ebene autorisiert worden und steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Ministerpräsidenten von Brandenburg (Matthias Platzeck).

Foto: berwis  / pixelio.de

18
Sep
Stichwörter: ,

Denkmalschutz in Wien als Interessenausgleich von Stadt und übergeordneten Denkmalbehörden, Eigentümern und Mietern, Anwohnern und Kapitalanlegern sowie Bauträgern ist oftmals eine komplizierte Angelegenheit. Anders als in Deutschland ist in Österreich der Denkmalschutz Bundessache. Da es beim Schutz gefährdeter Baudenkmäler vor Verfall und Abriss aus Sicht von Denkmalschützern nicht immer rund läuft, hat sich eine Bürgerinitiative das Thema auf ihre Fahne geschrieben: der Verein Initiative Denkmalschutz. Ziele sind Schutz und Erhalt von Gefährdung betroffener Denkmäler und Kulturgüter. Die gemeinnützige Organisation ist in ganz Österreich aktiv und veranstaltet Vorträge und Exkursionen. Gäste und Interessierte an den Veranstaltungen sind willkommen.

Änderung von Widmungen und Bebauungsplänen öffentlich machen

Schutzzonenerweiterungen von unter Denkmalschutz stehenden Arealen in Wien zum Beispiel in der Inneren Stadt bekommt der Laie zunächst gar nicht mit. Meist geht es darum, in unmittelbarer Nachbarschaft denkmalgeschützter Immobilien neue Bauprojekte zu realisieren. Das lässt sich nur durch in komplizierten Verfahren vorgenommene Änderungen von Höhenwidmungen und Baufluchtlinien sowie insgesamt Flächen-, Widmungs- und Bebauungsplänen realisieren. Der Verein sieht es als seine Aufgabe an, die nicht immer durchsichtigen Vorgänge in die Öffentlichkeit zu tragen und gegebenenfalls dagegen zu protestieren. In den Fokus rücken dabei kleinere Baudenkmäler wie historische Gasthäuser, Bauernhöfe und private Villen ebenso wie gefährdete Ikonen österreichischen und speziell Wiener Kulturgutes. So machte sich der Verein erfolgreich gegen ein großes Neubauprojekt an der Rathausstraße in der Josephstadt stark, bei dem durch Erweiterung der Bauflucht bis an die Gehsteigkante die Sichtachse in Richtung Stephansdom, der sogenannte berühmte “Steffl-Blick”, zu verschwinden drohte. Nach Protest-Unterschriften von 2.500 Anwohnern einschließlich prominenter Lokalpolitiker wurden die Baupläne entsprechend geändert, und die Sichtachse auf das weltberühmte Baudenkmal bleibt erhalten. Auch, als Wien wegen eines geplanten über 70 Meter hohen Wohnturms auf dem Gelände des Eislauf-Vereins am Heumarkt Ärger mit der UNESCO und eine Aberkennung des Status als Weltkulturerbe drohte, machte der rührige Wiener Denkmalschutz-Verein die Vorgänge publik.740070_original_R_by_Brigitte Buschkoetter_pixelio.de

Exkursionen und Vorträge auch für an Baudenkmälern interessierte Nicht-Mitglieder

An Wiener Baugeschichte und Baudenkmälern Interessierte können am 24. September 2015 an einer besonderen Exkursion durch die Stadt teilnehmen: Aus Anlass des 150jährigen Jubiläums der berühmten Wiener Ringstraße bietet der Verein eine kunst- und kulturhistorische Exkursion auf den Spuren von Bauherren, Bewohnern und Architekten dieses an Denkmalimmobilien reichen steinernen Zeitzeugen an. Die Exkursion (Anmeldung erforderlich) startet um 10.00 Uhr vor dem Operncafé bei den Arkaden am Herbert-von-Karajan-Platz und kostet für Nicht-Mitglieder 24 Euro. Nähere Informationen zu weiteren Terminen und Aktivitäten finden sich auf der Webseite des Vereins Initiative Denkmalschutz.

Foto: Brigitte Buschkoetter  / pixelio.de

17
Aug
Stichwörter:

Der Bunker Fuchsbau nahe Fürstenwalde in Brandenburg birgt unsagbare Mythen in sich und ist eines der sagenumwobensten technischen Denkmale in Europa. Die Historie war vorrangig vom Militärwesen geprägt und heute gibt die aktive Museumsanlage Einblicke in die über 70 Jahre andauernde Nutzung. Den Erhalt des einzigartigen Memorials ermöglichen Stiftungen, Initiativen und private Sponsoren.

Die Chronologie des Zentralen Gefechtsstandes 14 (ZGS 14)

Bis zum Jahr 1945 wurde die Bunkeranlage und das umliegende Areal von der dort stationierten Waffen-SS genutzt. Nach der Teilung Deutschlands integrierte die damalige Regierung der DDR die Streitkräfte der Nationalen Volksarmee in diesen Standort. Besondere Bedeutung kam der Liegenschaft nach Vereinbarung des Warschauer Vertrages zu, welcher im Kalten Krieg das Pendant zum NATO-Bündnis darstellte. Als oberste Führungsleitstelle der Luftüberwachung der DDR und als Führungsstand bei einem Atomschlag etablierte sich der Bunker Fuchsbau von 1965 bis 1990. Der 9000 Quadratmeter umfassende Sektor war eine der flächenmäßig größten Schutzbauten auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Nach 1990 ging der Luftschutz- und Atombunker an die Streitkräfte der Bundeswehr über und die 5. Luftwaffendivision wurde hier stationiert. Die Meinungen divergieren, weshalb 1994 die Bunkeranlage stillgelegt wurde und die Versiegelung des Objekts vonstatten ging. In 2006 erfolgte die Unterschutzstellung des Bunkers Fuchsbau als formidables Technikdenkmal und die Eintragung in die Denkmalliste wurde vollzogen.

Epochales Zeitzeugnis der Technikkunst des 20. Jahrhunderts

Der Bunker Fuchsbau ist ein Denkmal, welches die Nachrichtentechnik, die Flugabwehr sowie die Bunkerstrukturen für einen atomaren Notfall widerspiegelt. Das Monument stellt den Zeitgeist des mittleren 20. Jahrhunderts dar und gibt Einblicke in die verhärteten Fronten während des Kalten Krieges. Zurzeit besteht die Möglichkeit, an festen Terminen mehrmals monatlich an Führungen teilzunehmen. Das Programm sieht historisch untermauerte Besichtigungen bis zum 07. November 2015 vor. Anhand der mannigfaltig vorhandenen Technik wird der damalige Alltag anschaulich und praxisnah vermittelt. Die etwa 2 Stunden andauernde Entdeckungstour führt über das gesamte Areal und beinhaltet die Begehung der 2 miteinander verbundenen Bunker, welche sich 30 Meter tief unter der Erdoberfläche befinden.

Dem Sicherheitsaspekt wurde durch die Installation von 500 Lampen und die durchgehende Belüftung der Anlage ebenso Rechnung getragen wie der Familienfreundlichkeit. Auch die Jüngsten können sich in den Labyrinthen orientieren und die Aufsichtspflichtigen haben jederzeit die Möglichkeit, den Nachwuchs über Kameras zu beobachten. Durch die ehrenamtliche Tätigkeit von passionierten Menschen und die Unterstützung von Sponsoren kann dieser Service gewährleistet werden.

Das Monument Bunker Fuchsbau ist ein Relikt der Konfrontation von Ost und West nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Diese einmalige Hinterlassenschaft wird durch das Engagement privater Interessensgemeinschaften bewahrt, gepflegt und einer nachhaltigen Nutzung zugeführt.

28
Jul
Stichwörter:

Wenn die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Deutschlandfunk gemeinsam den “Grundton D” anschlagen, dann steht jedes Mal ein hochkarätiges Klassik-Konzert im Terminkalender. 2015 jährt sich die Gründung der gemeinnützigen Konzertreihe zu Gunsten sanierungsbedürftiger Baudenkmäler zum 25sten Mal. Am 19. Juli geht in der Friedenskirche zu Potsdam wieder einmal mehr ein Musikevent der Extraklasse in einem förderungswürdigen Baudenkmal über die Bühne. Die erwarteten Einnahmen werden voll in die Restaurierung des historischen Gotteshauses fließen.

Konzerteinnahmen für Baudenkmäler im Osten und Westen Deutschlands

Aus der Taufe gehoben wurde die Konzertreihe “Grundton D” für den Denkmalschutz im Jahr 1990. Kurz nach dem Fall der Mauer sollten vom Verfall bedrohte Baudenkmale im Osten Deutschlands mit den Einnahmen eine kräftige Finanzspritze für die überlebensnotwendige Restaurierung erhalten. Der Clou dabei: Die Gäste wurden und Artikel3_original_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.dewerden direkt in das jeweils ausgewählte Baudenkmal gebeten, um dem Konzert zu lauschen. Einen Abend lang fungieren die historischen Gebäude als Konzertbühne. Das zahlende Publikum und potentielle Spender sollen auf diese Weise für den Wert und die Erhaltungswürdigkeit des Baudenkmals sensibilisiert werden. Der Plan ging auf und “Grundton D” wurde ein Riesenerfolg. Rund 4,5 Millionen Euro aus Eintrittsgeldern und Spenden konnten während der vergangenen 25 Jahre im Rahmen von mehr als 250 Konzerten bislang eingenommen werden. Alleine in Brandenburg kam es bislang zu mehr als 40 Klassik-Konzerten in verschiedenen Baudenkmälern. Seit 2011 finden die Konzerte auch im Westen der Bundesrepublik statt und die Einnahmen kommen ausgewählten Baudenkmälern hüben wie drüben zu Gute. So hat der Denkmalschutz in Deutschland mittlerweile nicht zuletzt mit Hilfe der Musik Grenzen überwunden.

Geigerin aus Seoul und KammerOrchester Wien spielen für den Denkmalschutz

Zum 25sten Jubiläum am 19. Juni 2015 wird in der Friedenskirche im Potsdamer Park Sanssouci die junge, mehrfach ausgezeichnete koreanische Violonistin Hyeyoon Park aus Seoul zu hören sein, begleitet vom Wiener KammerOrchester unter Leitung von Stefan Vlader. Zu Gehör gebracht werden Werke von Tschaikowski, Mozart und Mendelssohn-Bartholdy. Die erwarteten Einnahmen werden in die Restaurierung der zwischen 1845 und 1848 nach Plänen des preußischen Hofarchitekten Ludwig Persius erbauten Sakralbaus fließen. Der Architekt orientierte sich, wie damals in Potsdam bei Architekten und Stadtplanern Mode, an italienischen Kirchenbauten.

Am 11. Oktober 2015 wird das Jubiläumskonzert für den Denkmalschutz aus der Reihe „Grundton D“ um 21.05 Uhr im Deutschlandfunk zu hören sein.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

21
Mrz
Stichwörter: ,

Wie alle Bundesländer hat auch Bayern sein eigenes Denkmalschutzgesetz. Erlassen wurde es bereits 1973, und in den folgenden Jahren schwärmten Denkmalpfleger im ganzen Freistaat zwischen Alpen und Fichtelgebirge aus, um in Stadt und Land erhaltenswerte Gebäude in eine lange Liste für Baudenkmäler einzutragen. Zuvor war der Denkmalschutz auch in Bayern wie überall in Deutschland nur minimal ausgeprägt gewesen und bauliche Veränderungen an historisch wertvollen Häusern wurden von den Behörden selten kontrolliert oder beanstandet. So kam auch manch ein durch Eingriff verändertes, aber gleichwohl aus Sicht der Denkmalpfleger schützenswertes Haus auf die Liste. Heute müssen sich Bauherren, die eine denkmalgeschützte Immobilie erwerben und zeitgemäß sanieren wollen, außerhalb der großen Städte an die zuständige Behörde der Landratsämter wenden.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit von Denkmalschutzbehörde und Bauherr

Wenn der für Denkmäler zuständige Mitarbeiter und der Bauherr vertrauensvoll zusammenarbeiten, lassen sich ehrgeizige Sanierungsprojekte für alle Seiten befriedigend realisieren. Und manchmal gehen baubiologisch engagierte Bauherren sogar über die Forderungen der Denkmalschützer hinaus. So geschehen in Höchstädt im Landkreis Dillingen bei Wunsiedel im Fichtelgebirge. Gerade in Bayern hat Denkmalschutz auf dem Dorf einen hohen Stellenwert und volkskundlich wertvolle Bauernhäuser werden als Baudenkmäler geschützt.

Denkmalschutz und Baubiologie im Einklang

Im beschaulichen, zu Höchstädt gehörenden Braunersgrün erwarb ein Kunsthistoriker eine denkmalgeschütze Immobilie in Gestalt eines aus dem 18. Jahrhundert stammenden Wohnstallhauses mit zweigeschossigem Satteldach und Granit-Fensterrahmen. Wo 713727_web_R_by_Petra Dirscherl_pixelio.defrüher Mensch und Vieh unter einem Dach lebten, soll nun ein für zeitgemäßes Wohnen geeignetes Haus mit historischem Flair und gleichzeitig Segnungen der Neuzeit entstehen. Der Bauherr machte es vor Beginn der Sanierungsarbeiten so, wie Experten für Denkmalimmobilien es empfehlen: Er suchte von sich aus das Gespräch mit dem zuständigen Mitarbeiter des Landratsamtes und ersparte sich und der Behörde somit Missverständnisse und Ärger. Als erstes entfernte der neue Eigentümer bis auf die Grundmauern sämtliche neutzeitlichen Einbauten, die vor dem Inkrafttreten des bayerischen Denkmalschutzgesetzes damals noch legal eingebaut worden waren. Anschließend ging es an eine denkmalgerechte Sanierung nach den üblichen Vorgaben. Bei den Zwischenwänden ging der baubiologisch interessierte Eigentümer sogar noch einen Schritt weiter: Die gewählten Lehmbau-Platten und Lehmziegel hatte die Behörde ebenso wenig gefordert wie Hanf als Dämmmaterial.

Aufträge für Handwerker und Restauratoren bei Baudenkmal-Sanierung

Übrigens zeigt dieses bayerische Beispiel vorbildlichen Denkmalschutzes in Eintracht von Behörde und Bauherr, dass Sanierungsprojekte für Baudenkmäler Aufträge für Handwerker und Restauratoren schaffen: So konnte eine Restauratorin die kostbaren Wandmalerien in der Wohnstube wiederherstellen und ein auf Baudenkmal-Sanierung spezialisierter Zimmermann setzte die alten Holzbalken wieder instand.

Foto: Petra Dirscherl  / pixelio.de

15
Mrz

Wenn es um denkmalgeschützte Immobilien in Deutschland geht, dann denken die wenigsten an die 1950er Jahre. In Westdeutschland, in der sogenannten Bonner Repubik, orientierten sich Stadtplaner und Architekten in den 50er bis 60er Jahren stark an den USA und einen zweckgebundenen, nüchternen Baustil. Was in der Wirtschaftswunderzeit als hypermodern galt, ist heute wegen seiner stark betonlastigen Funktionalität ästhetisch umstritten. Kommt es zu Unterschutzstellungen solcher Architektur, folgen häufig öffentliche Debatten über Sinn und Zweck. So geschieht es derzeit mit der Amerikanischen Siedlung in Bonn-Bad Godesberg-Plittersdorf.

Siedlung für 450 amerikanische Familien

Als um 1950 die ersten Bagger die Rheinauen im Bonner Ortsteil Plittersdorf anfuhren, steckte die frisch gegründete Bundesrepublik in den Kinderschuhen. Zwar war Westdeutschland nicht mehr besetzt, die Amerikaner zeigten allerdings mit Ihrem Hochkommissar in Bonn deutlich Präsenz. Um Wohnraum für die zahlreichen Mitarbeiter der neuen US-Botschaft in der jungen Bundeshauptstadt zu schaffen, entstand auf dem Reißbrett die Amerikanische Siedlung als Enklave am Rhein mit eigener Infrastruktur. Federführend bei dem ehrgeizigen Projekt war Sep Ruf. Der Münchner Architekt galt als einer der konsequentesten deutschen Verfechter eines am Kubismus orientierten, extrem nüchternen Baustils der Nachkriegszeit. Auch der schlichte Bonner Kanzlerbungalow für Ludwig Erhard nahm auf Rufs Reißbrett Kontur an.

Denkmalschutz versus Nachverdichtung in der Diskussion

Die flachen Familienwohnhäuser in der ausschließlich von US-Bürgern bewohnten Siedlung waren dem Baustil typischer amerikanischer Vorort-Bungalows nachempfunden. In dem ebenfalls zu dem Ensemble gehörenden amerikanischen Club waren zahlreiche US-Präsidenten zu Gast, der Marschall-Plan zum wirtschaftlichen Aufbau der Bundesrepublik wurde hier ebenso begründet wie das transatlantische Bündnis zwischen der BRD und den USA. Der historische Wert der Amerikanischen Siedlung ist daher unbestritten und der Denkmalschutz nachvollziehbar. Verschiedene Deutungen gibt es darüber, wie und in welchem Maß die sehr umfänglich vorhandenen Rasen-Freiflächen zwischen den denkmalgeschützten Immobilien mit Neubauten nachverdichtet werden dürfen. Die Amerikaner verkauften 2000 die komplette Siedlung an die Bundesrepublik und diese wiederum an die Wohnungsbaugesellschaft VEBOWAG (Vereinigte Bonner Wohnungsbau AG).

Bürgerinitiative protestiert gegen mehrstöckige Neubebauung

Pläne eines Investors, die denkmalgeschützte Amerikanische Siedlung mit sieben mehrstöckigen Wohnhäusern auf den freien Rasenflächen nachzuverdichten, wurden durch hartnäckiges Veto einer Bürgerinitiative bis auf weiteres verschoben. Dabei ist die Filetlage mit Rheinblick im gutbürgerlichen Plittersdorf bei Investoren heiß begehrt: Die ehemalige Bundeshauptstadt hat den Strukturwandel hervorragend verkraftet, wächst rasant, und guter Wohnraum wird zunehmend knapp. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zeigt sich bislang etwas ratlos: Spender, Förderer und Unterstützer lassen sich – noch – für den spröden Charme von Baudenkmälern aus der Bonner Repubik nur schwer begeistern. Die 1950er und 1960er Jahre sind für die Stiftung frisches Terrain. Ihren Sitz hat die DSD übrigens ebenfalls in Bonn in einer vorbildlich sanierten denkmalgeschützten Immobilie aus eben jener Epoche – gebaut nach Plänen des Vaters der Amerikanischen Siedlung, Sep Ruf.

10
Mrz
Stichwörter: ,

Wie jedes Jahr zieht es Millionen Deutsche ins Ausland, um Entspannung vom Alltag zu genießen und dem latenten Fernweh Genüge zu tun. Weltweit stehen dafür die verschiedensten Arten von Bauwerken, Ensembles und Naturdenkmalen in landschaftlich exponierten Lagen zur Verfügung. Die Integration von Denkmaldestinationen in einen gelungenen Gesamturlaub erfreut sich zunehmender Beliebtheit und die Reiseveranstalter sind sich dieses Trends bewusst.

Viñales-Tal in Kuba – Atemberaubende Atmosphäre einer Welterbestätte

Kuba ist berühmt für seine nostalgischen Bauwerke, den karibischen Charme und einzigartige Naturplätze. Neben den weltbekannten Memorials wie dem Che Guevara-Monument oder dem Hemingway-Denkmal gibt es abseits der Metropole Havanna die 350356_web_R_K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.deversteckten Perlen historischer Vermächtnisse. Zu eben diesen gehört das Viñales-Tal in der Provinz Pinar del Rio im Westen Kubas. Das circa 40 Quadratkilometer umfassende Gebiet des Viñales-Tales bildet mit den umliegenden Bergen einen der faszinierenden Nationalparks Nord- und Südamerikas. Große Ehre wurde dieser exzeptionellen Landschaft 1999 zuteil, als die UNESCO-Kommission sie in den Status einer UNESCO-Welterbestätte versetzte. Zur Prämierung zum Weltnaturerbe bekam das Valle de Viñales den prestigeträchtigen Titel „Kulturlandschaft der Menschheit“ verliehen.

Das 170 Millionen Jahre alte Natursteintal ist die Herberge für 20 Tierarten, die ausschließlich in diesem Gebiet zur Geltung kommen. Die Berge bestehen aus mineralischem Kalkstein und dieser begünstigte über die erdgeschichtlichen Perioden hinweg die Entstehung der heute so beliebten Karsthöhlen. In den vergangenen Epochen dienten diese Höhlen, auch Mogotes genannt, als Schutz und Unterkunft für die auf den Tabakplantagen beschäftigten Arbeiter. Im Herzen des Viñales-Tales befindet sich die Stadt Viñales, welche im Jahr 1879 erbaut wurde. Aufgrund der Lebenseinstellung der Kubaner konnten der authentische Charme und das traditionelle Erscheinungsbild der Ortschaft erhalten werden. Obwohl der unter Denkmalschutz stehende Ort lediglich circa 4000 Einwohner zählt, sind hier 2 Museen und ein botanischer Garten beheimatet.

Mérida – Weltkulturerbestadt im Abseits

Wer kennt nicht die in fast jedem Urlaubsführer angepriesene spanische Region Andalusien mit ihren kulturellen Anziehungspunkten Granada (Alhambra) und Sevilla (Kathedrale von Sevilla)?

Doch die ehemalige weströmische Provinz Lusitanien, die heutige Extremadura und die Provinz Salamanca in Westspanien umfassend, bietet in historischer Hinsicht bedeutend mehr als die genannten Stätten in der angrenzenden Provinz. Denn Mérida, die Hauptstadt der autonomen Region Extremadura, gilt seit der Antike als „Rom Spaniens“. In der seit 1993 zum Weltkulturerbe zählenden Stadt gibt es imposante Bauwerke, die in einem sehr gut erhaltenen Zustand sind. Die Ortschaft beherbergt ein kolossales Amphitheater, mehrere Tempel, ein Aquädukt, Überreste eines phänomenalen Circus Maximus (Pferderennbahn), ein Forum inklusive Triumphbogen und die „Römerbrücke“. Eine derartige lokale Zentralisierung von denkmalgeschützten Kulturgütern der Antike stellt eine extreme Seltenheit dar.

Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres und die Bundesbürger suchen jedes Jahr nach geeigneten Zielen mit speziellen Attraktionen. Das Viñales-Tal in Kuba und Mérida in Spanien zählen nicht zu den bekanntesten Kulturregionen auf der Welt. Jedoch sind sie wahre Kostbarkeiten abseits des Massentourismus und besondere Highlights in der internationalen Denkmallandschaft.

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

07
Mrz

In Deutschland droht in den nächsten Jahren die irreversible Vernichtung einmaliger Kunstwerke von unschätzbarem Wert für die Geschichte der Bevölkerung. Der Verfall exzeptioneller Bauwerke, formidabler Naturdenkmale und geschichtsträchtiger Kunstobjekte steht in unwiderruflicher Art und Weise bevor. In einigen Fällen engagieren sich bereits wohltätige Institutionen, Denkmalschutzstiftungen und private Spender als Träger zur Erhaltung des kulturellen Erbes. Jedoch stehen viele denkmalgeschützte Objekte vor schier unlösbaren Aufgaben bei der Bewältigung von Problemen.

Ältestes Replikat des Jesus-Grabes in Gefahr

717614_web_R_by_Dieter Schütz_pixelio.deDie Stadt Gernrode im Harz beheimatet in der örtlichen Stiftskirche die älteste originaltypische Rekonstruktion des Grabes von Christi, deren Urfassung in Jerusalem aufgebahrt ist. Mit diesem eminenten Kunstwerk der Kulturgeschichte aus dem 11. Jahrhundert wird Gernrode gerade in der Osterzeit zur Pilgerstätte für zahlreiche Gläubige, denn in dem Münster sind die parabolischen Szenen um die Beisetzung und die Wiedergeburt Christi eindrucksvoll dargestellt. Die teils originalgetreuen Farbgebungen sowie das Gestein wird von Salzen angegriffen, die sich in den feinen Strukturen des Sediments ansammeln. Dieser sukzessiv fortschreitende Prozess bedroht das Monument essenziell in seinem Bestand. Eine Initiative aus Restauratoren, Experten des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und Verantwortlichen der Kirchengemeinde engagieren sich, die Zerstörungen zu stoppen und das Memorial des Heiligen Grabes zu bewahren.

Dokumentation „Verlassene Orte“: Künstlerische Präsentation des Verfalls

In Chemnitz halten vier Einwohner der Stadt in Sachsen den unaufhörlichen Verfall leer stehender Industrie- und Kulturbauten fotografisch fest und organisieren eine Exposition zu ihrer Arbeit. Im Mittelpunkt des Projekts „Verlassene Orte“ stehen marode Industrie- und Kulturobjekte, die dem Verfall preisgegeben sind. Der Fokus der Zuschauer soll auf Gebäude ihrer Stadt gerichtet sein, die das Stadtbild prägen und sich im alltäglichen Wahrnehmungsbereich der Bevölkerung befinden. Regelmäßig werden neue Exemplare unter Hinzufügung von Hintergrundwissen veröffentlicht, welche die Geschichte der Metropole näher beleuchten. Zu den Immobilien zählen beispielsweise Fertigungsanlagen, ein Bahnkraftwerk, ein Krankenhaus und ehemalige VEB-Objekte.

Die Ausstellung ist im „Café Moskau“ von montags bis sonntags zu erleben.

Kulturelle Objekte und Kunstgegenstände aus vergangenen Tagen erzählen viele Geschichten und tragen zum Verständnis der Historie bei. Der Schutz dieser einzigartigen Güter und die Bereitstellung der Zugänglichkeit für die Allgemeinheit bilden die zentrale Grundlage des Denkmalschutzes. Besonders bei akut gefährdeten, vor dem endgültigen Verfall stehenden Objekten ist eine Handlungsnotwendigkeit gegeben. Der Erhalt der Denkmale für die Nachwelt genießt oberste Priorität und ist existenziell für die chronologische Aufarbeitung der eigenen Geschichte.

Foto: Dieter Schütz  / pixelio.de

25
Feb

In jüngerer Zeit rücken in den Fokus des Interesses deutscher Denkmalschutzbehörden immer häufiger Immobilien aus den 1960er Jahren. Darunter sind auch nüchtern-funktionale Gewerbe-Zweckbauten aus den sogenannten “Wirtschaftswunderjahren”. So gibt es aktuell in Nordrhein-Westfalen Pläne des zuständigen Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, die Karstadt-Zentrale in Essen im südlichen Stadtteil Bredeney-Schuir zum Baudenkmal zu erklären. Der heute 89 Jahre alte Architekt Walter Brune ist vom Denkmalschutz für eines seiner spektakulärsten Projekte angetan.

Karstadt-Filiale als Vorbild für Bundeskanzleramt in Bonn

69860_web_R_by_michael berger_pixelio.de

Als in Essen 1969 Richtfest auf dem Gelände der neuen Karstadt-Zentrale im grünen Süden weitab von der City gefeiert wurde, galt der Entwurf des Düsseldorfer Architekten Gerhard Brune als revolutionär. Die auf mehrere Gebäude verteilten flachen Bauten fügen sich eher in die grüne Umgebung ein, als aus ihr herauszuragen. Dem Wunsch der Warenhaus-Betreiber, flexibel nutzbare große Räume mit fließenden Überängen ohne Trennung zu schaffen, kam der Architekt nach. Zu diesem Zweck hat er die die Gebäude tragenden Stützen nach außen verlegt. Später, so der beruflich immer noch aktive Architekt heute, sollte auch das neue Bundeskanzleramt in Bonn nach diesem Muster gebaut werden. Brune hatte zuvor eine Reihe von Kaufhaus-Bauten für Karstadt entwickelt. Auch Fördertürme und Kraftwerke gehen auf das Konto des Architekten, später verlegte er sich auf Einkaufszentren. Im Rückblick bezeichnet der fast 90jährige die Essener Karstadt-Zentrale als sein Meisterstück. Und die zuständigen Denkmalbehörden sehen diese Einschätzung offenbar ähnlich.

Eigentümer will Komplex der Karstadt-Zentrale verkaufen

Bereits 2006 gab es Erwägungen bei der Stadt Essen, eine Unterschutzstellung des Gebäudekomplexes als Denkmalimmobilie zu prüfen. Das nun vom VR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (ADR) mit Sitz in Pulheim in Auftrag gegebene Gutachten soll im Oktober 2015 vorliegen. Nach dem Denkmalschutzgesetz für NRW ist diese Behörde für Belange des Denkmalschutzes in den rheinischen Regierungsbezirken Düsseldorf, zu dem Essen gehört, und Köln zuständig. Dem mittlerweile angeschlagene Karstadt-Konzern ist der Unterhalt der riesigen, auf rund 65.000 Quadratmeter verteilten Immobilie mittlerweile zu teuer geworden. Nur noch ein Bruchteil der Büros im Eigentum des Karstadt-Pensionsfonds wird genutzt. Jetzt sucht der Eigentümer einen Käufer und eine neue Bleibe, Auszug soll 2016, spätestens 2018 sein. In Essen ist die geplante Erklärung zum Baudenkmal zum Beispiel beim Planungsamt und potentiellen Investoren nicht ganz unumstritten. Man fürchtet um die Vermarktungsmöglichkeiten der Immobilie mit strengeren Auflagen des Denkmalschutzes. Pläne für eine gemischte Bebauung des Areals im attraktiven Essener Süden mit Wohnungen und Gewerbe gab es bereits. Walter Brune teilt die Bedenken nicht: Für den erfahrenen Architekten sind Denkmalschutz und wirtschaftlich erfolgreiche Vermarktung von Denkmalimmobilien nach eigenen Angaben kein Widerspruch.

Foto: michael berger  / pixelio.de

12
Feb
Stichwörter: ,

Die Medien berichten fast täglich über die Gräueltaten und den Zerstörungswahn der Terrororganisation Islamischer Staat. Neben dem unendlichen Leid für die Menschen wird auch der Denkmalwelt und dem internationalen Kulturerbe exorbitanter, irreversibler Schaden zugefügt. Die Denkmalschützer der UNESCO schlagen bereits seit Monaten Alarm und der Beschluss einer Resolution gegen den Islamischen Staat wurde in die Wege geleitet.

Globales Handeln gegen die Zerstörung der Menschheitsgeschichte

Memorials sind tagtäglich widrigsten Umwelteinflüssen ausgesetzt, doch am gravierendsten ist das Gefahrenpotenzial, welches durch den Menschen initiiert wird. Die Terrormiliz Islamischer Staat ist zurzeit dabei, außergewöhnliche Denkmale und Welterbestätten in infernalischem Ausmaß zu zerstören und für die Nachwelt zu vernichten. Die Ruinen von Palmyra im syrischen Gebiet und die Tempelanlagen von Hatra im Irak zählen zu den bedeutendsten Stätten des Weltkulturerbes und sind der vorsätzlichen, zielgerichteten Elimination ausgesetzt.
Die UNESCO hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten die „Bonner Erklärung zum Welterbe“ erlassen, eine Resolution gegen die kulturlosen Akte von Barbarei in den vom Islamischen Staat besetzten Gebieten. Der Kampf gegen das tyrannische Verhalten der Terrororganisation stellt eine globale Herausforderung dar und ist lediglich mit vereinten Kräften einer Allianz zu realisieren. Das Vorhaben des Islamischen Staates, die Stätten des kulturellen Erbes der Menschheit in exhaustivem Maße auszulöschen, bildet eine niemals erwartete Bedrohung für den internationalen Denkmalschutz.122954_original_R_K_by_Paul Sippel_pixelio.de

Antikes Palmyra – Drohung, Verminung, Zerstörung

Das antike Palmyra, eine syrische Oasenstadt, ist derzeit das Zentrum der unbändigen Vernichtungsmaschinerie des Islamischen Staates. Die Eroberung der Stadt erfolgte im Mai 2015 und seitdem sind fast täglich Horrormeldungen aus der Region wahrzunehmen. Palmyra gilt als der bedeutsamste Komplex von Bauten des klassischen Altertums im Nahen Osten und ist dem blinden Hass, den Plünderungen und Zerstörungen mittellos ausgesetzt. Der Ort mit unschätzbarem Wert für Archäologen und Historiker wurde als Drohgebärde an die internationale Staatengemeinschaft mit Minen und anderen Sprengsätzen präpariert. Der Hintergrund dieser abscheulichen Handlung war anfangs nicht eindeutig nachvollziehbar. Heute ist es traurige Gewissheit, dass der 2000 Jahre alte Tempel Baal-Schamin komplett zerstört wurde. Eigens vom Islamischen Staat gefertigte mediale Beweise in Form von Fotos zeigen das einzigartige Monument in Schutt und Asche. Ein Relikt der Menschheitshistorie wurde durch das Hervorrufen einer mächtigen Explosion für immer in irreversibler Weise destruiert. In diesem Zusammenhang meldete sich der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon zu Wort und verurteilte diese Tat als schreckliches Kriegverbrechen.

Die Verbrechen des Islamischen Staates bilden eine neue Qualität in der Bedrohung der Denkmalwelt. Die UNESCO allein kann den Schutz unwiederbringlicher Stätten des kulturellen Erbes der Menschheit nicht gewährleisten. Aufgrund der politischen Lage und der extremistischen Weltanschauung der Dschihadisten macht sich eine dämonische Ohnmacht breit.

Foto: Paul Sippel  / pixelio.de