20
Mai

Eigentümern von denkmalgeschützten Häusern wird häufig die Genehmigung zum Bau einer Solaranlage auf ihren Hausdächern durch einen strengen Denkmalschutz verwehrt. Schon mehrfach mussten bereits installierte Anlagen per Gerichtsbeschluss wieder abgebaut werden.

Wenn Investoren und Denkmalschutzbehörden jedoch zusammenarbeiten, ist die Integration einer solchen Anlage in den bestehenden Baubestand durchaus denkbar. Argumente zum Klimaschutz machen es möglich. Eine Ausnahme ist dann möglich, wenn die denkmalprägende Bedeutung nur minimal beeinträchtigt wird. Das bedeutet, dass nicht mehr als 10 % der denkmalgeschützten Dachfläche mit Solaranlagen bedeckt werden darf. Das ist nicht viel. Realisierte Beispiele zeigen jedoch, dass eine solche Begrenzung unnötig ist. Intensiver Kontakt zwischen Denkmalschutzbehörde und Käufer schon während der Planungsphase, sowie die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten von Photovoltaikanlagen, ermöglichen, dass sich die Anlagen harmonisch in das Stadtbild integriert und der Charakter des Denkmals nicht beeinträchtigten wird. Dass ist auch die Kernaussage eines Gerichtsurteils (Az.: 2 A 180/05) des Verwaltungsgerichts Braunschweigs.

In diesem Fall war dem Eigentümer eines Fachwerkhauses der Bau einer Solar- und einer Photovoltaik-Anlage zuvor nicht genehmigt worden. Die zuständigen Richter entschieden aber anders. Sie argumentierten u. a., dass die „Nutzung der Sonnenenergie durch eine Solaranlage“ nicht nur im privaten, sondern auch im öffentlichen Interesse liege. Da die Anlage nur ein Viertel der Fläche des Daches einnehme, bleibe beim Betrachten von der Straße aus ein entsprechender Eindruck, wie die Gestaltung des Gebäudes einmal gewesen sei. Wer also eine Photovoltaikanlagen auf seinem Baudenkmal plant oder nachträglich errichten möchte, sollte sich (frühzeitig) mit den verantwortlichen Behörden in Verbindung setzen um die persönlichen Möglichkeiten einschätzen zu können.

15
Mai

Wenn es um die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses geht, mangelt es oft an der Beschaffung von originalen bzw. historischen Baustoffen. Besonders antike Fliesen stehen dabei hoch auf der Begehrliste von Eigentümern und Restauratoren. Denn nichts unterstreicht den historischen Charakter eines Baudenkmals so gut, wie ein bauzeitentsprechender Fußbodenuntergrund. Grund genug für einige Firmen sich auf die Beschaffung von originalen Fliesen zu spezialisieren. Mit ihrer jahrelangen Erfahrung können Experten relativ zügig die Herkunft und den Hersteller bestimmen und ausfindig machen, egal, ob es sich um das Aus- oder Inland handelt. Dazu wird lediglich ein Bruchstück der originalen Fliese benötigt und die Experten können nach etwa zwei Wochen eine Aussage treffen, ob und wie viele von den Ersatzfliesen beschafft werden können.

13
Mai
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Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde an einem Schalter gedreht um Licht ins Dunkle zu bringen. Doch die typische Handbewegung und der satte Klick-Ton gehören schon seit langem der Vergangenheit an. Hier und da trifft man noch in Kellern alter Häusern auf diese historischen Lichtschalter, die meist aus hellem Porzellan oder dem dunklen Kunststoff Bakelit hergestellt wurden. Bakelit wurde in Deutschland der 30er Jahren in großen Mengen produziert, da sich das Kunstharz eine besondere Langlebigkeit auszeichnete. Kein Wunder, dass noch andere Produkte wie Telefone und Radiogehäuse aus dem haptisch angenehmen Stoff hergestellt wurden.

Doch im Laufe der Zeit musste Bakelit günstigeren Kunststoffen weichen und wurden vom Markt verdrängt. Dadurch wurden grade die Lichtschalter zu begehrten Sammlerstücken. Nun tritt Bakelit wieder auf die Bühne. Verschiedene Hersteller haben sich dem besonderen Werkstoffes wieder zugewandt und eine Serie aus Bakelit-Schaltern mit Dreh-, Drück- und Kippmechanik sowie Steckdosen im klassischen schlichten Design neu aufgelegt. Diese sind nun auch in weiß oder in Kombination mit Glas erhältlich.

10
Mai

Eine Frage die nicht einfach zu beantworten ist. Denn ob ein „altes“ Fenster auch wirklich ein „historisches“ Fenster ist, lässt sich oft nur anhand von Details feststellen. Die Denkmalpflege hat hierzu verschiedene Richtlinien festgelegt, mit denen ein wertvolles von einem herkömmlichen Fenster unterschieden werden kann. Dazu zählen:

•           Künstlerische Gründe
•           Entwicklungsgeschichtliche Bedeutungen
•           Seltenheitswert als Vertreter eines Stils
•           Bedeutung als wichtiges Zeugnis für die Entwicklung der Technik,
•           Qualität der Konstruktion oder Herstellungsart,
•           Handwerkliche oder technische Qualität der Ausführung
•           Unveränderte Erhaltung des Originalzustandes in Form und Farbe

Demnach sind also nicht nur Fenster aus berühmten Epochen als historische Fenster zu werten, auch ein Fenster aus dem Jahr 1970 könnte unter Umständen als historisch gelten.

04
Mai

Das sie staatliche Förderbank beim Umbauen und Sanieren hilft ist bekannt. Neu ist, dass sie ab den 1. April 2012 im Rahmen des Programms „Energieeffizient Sanieren“ speziell denkmalgeschützte Immobilien fördert. Baudenkmaleigentümer können somit zur Optimierung der Energiebilanz ihres Gebäudes gefördert werden: Entweder mit einem Kredit oder Investitionszuschuss. Gefördert werden Komplettsanierungen, sowie Maßnahmen zur Wärmedämmung der Außenwände und Austausch der Fenster. Der Kreditzinssatz wird während der ersten zehn Jahren der Laufzeit aus Bundesmitteln vergünstigt. Darüberhinaus wird bei Nachweis der Sanierung zum „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ ein Teil der Darlehensschuld als Tilgungszuschuss zusätzlich erlassen. Antragsteller können aber auch eine Zuschussvariante in Anspruch nehmen.

28
Mrz

Bei der Sanierung denkmalgeschützter Objekte werden auch heute noch Materialien genutzt, die bereits vor hunderten von Jahren zur Anwendung kamen. Gerade bei der Sanierung von Fachwerkbauten kommen auch heute noch umweltgerechte Anstrich- und Konservierungsmittel auf der Basis von Leinöl zum Einsatz. Im Mittelalter gab es kein Haus, das nicht mit rohem Leinöl behandelt wurde, um die Holzteile gegen Wind und Wetter zu schützen.

Ein Anstrich mit Leinöl bietet viele Vorteile – nicht nur für Holz, sondern auch für Metall. Während es Holz vor dem Vergrauen und vor der Witterung schützt, bietet es sich bei Metall als ideales Rostschutzmittel an. Putz und Stuck macht es vor allem wasserfest. Ein Anstrich mit Leinöl ist wasserabweisend, erlaubt aber gleichzeitig, eingedrungene Feuchtigkeit ausdünsten zu lassen. Leinölfarbe platzt nicht auf, sondern kann mehrfach problemlos überstrichen werden.

25
Mrz
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Aufzüge in einer denkmalgeschützten Immobilie steigern die Attraktivität und den Wohnwert erheblich und bieten ein hohes Maß an Barrierefreiheit. Aber nur selten lassen sich Aufzüge nachträglich einbauen. Verschiedene Spezialunternehmen bieten hier probate Lösungen an. Zumeist wird das sogenannte Treppenauge genutzt: der Freiraum im Innenbereich der Treppe. So lassen sich moderne Aufzugsysteme hervorragend in die vorhandene Bausubstanz integrieren.  Außen liegende Aufzugsanlagen werden von den Denkmalbehörden in den meisten Fällen abgelehnt.

22
Mrz

Balkone heben zweifellos den Vermietungswert – auch einer denkmalgeschützten Immobilie. Doch ältere Gebäude verfügen nur selten über bereits vorhandene Balkone. Das Nachrüsten ist schwierig – denn hier hat die Denkmalbehörde ein gewichtiges Wort mitzureden. Die Erfahrung zeigt, dass es dennoch möglich ist, mit dem Einverständnis der Denkmalbehörde auf der Rück- oder Gartenseite eines Hauses einen Balkon oder eine kleine Terrasse nachträglich zu installieren.

Die Auswahl der Technologie richtet sich jeweils nach den Besonderheiten der Immobilie. Im Normalfall werden während der Sanierung stabile Stahlprofile unterhalb des Bodenbelages installiert. So kann die wichtige Trennung zwischen Wohnung und Balkon geschaffen werden, um den Wärmeabfluss aus der Wohnung über den Balkon zu verhindern.

19
Mrz

Bei der Sanierung denkmalgeschützter Immobilien legen viele Bauträger Wert auf den Einsatz von originalgetreuem Material. Fenster aus mundgeblasenem Glas beispielsweise bieten eine stilgerechte Lösung in der Optik vergangener Zeiten. Traditionelle Glasbläserei und moderne Isoliertechnik gehen hier eine ideale Verbindung ein.”, “Traditionelle Glasbläserei und moderne Isoliertechnik verschmelzen hier zu einer idealen Verbindung.

Das Außenglas der meist maßgeschneiderten Doppelscheibenfenster besteht aus rund drei Millimeter dickem, mundgeblasenem Restaurationsglas, das für den typischen, leicht verwaschenen Ausblick sorgt. Für die Innenscheibe wird das klassische Floatglas genutzt. Durch die Kombination mit dem Edelgas Krypton, das zur Füllung der Zwischenräume verwendet wird, entsteht so eine effiziente Wärmedämmung g, die durch eine Edelmetallbedampfung zusätzlich verstärkt wird. Mit den entsprechenden maßgefertigten Holzrahmen werden so aus „normalen“ Fensterfassaden Schmuckstücke für das Auge – und die Energiebilanz.

02
Jan

Die KfW-Bankengruppe weitet 2012 die Förderung für Sanierungen von Wohngebäuden aus. Mit dem neuen Standard “KfW-Effizienzhaus Denkmal” wird ab dem 01.04.2012 eine vereinfachte Förderung für denkmalgeschützte und besonders erhaltenswerte Bausubstanz eingeführt, dessen Förderkonditionen denen des Energieeffizienzhauses 115 entsprechen (2,5% Tilgungszuschuss). Weiterlesen